Fastfood

Den Begriff Fastfood hat mit Sicherheit jeder schon mal gehört, wird er doch häufig auch im Zusammenhang mit gesundheitlichen Aspekten in der Öffentlichkeit diskutiert. Aber was versteht man eigentlich genau unter Fast Food?

Die Bezeichnung Fast Food stammt aus dem Englischen, wo man auch die Erklärung für den Begriff ableitet. Das wörtlich übersetzte "schnelle Essen" stellt somit Nahrung dar, welche für den schnellen Verzehr zubereitet wird. Meistens steht aber auch das Zubereiten dieser Nahrung unter dem Motto. Wenn man Fastfood an einem Imbiss oder in einem Restaurant bestellt, so sollten weniger als zehn Minuten von der Bestellung bis hin zum Erhalt der Nahrung vergehen. In der heutigen Zeit kennt man große Gastronomie-Ketten, welche Fast Food in allen Variationen anbieten. Neben McDonald's, Burger King, Nordsee, Subway und Wiener Wald gibt es aber auch immer mehr Asia-Imbisse, Döner-Buden oder Pommes-Buden, welche ebenfalls Fast Food herstellen.

Zum typischen Fastfood zählen Döner, Pizza, Bratwurst, Currywurst, Pommes und verschiedene Burger. Meistens wird das Fast Food gebraten oder in der Fritteuse zubereitet, was zugleich auch dafür sorgt, dass man fast alle Fast Food Gerichte in die Kategorie "schnell aber ungesund" einordnen könnte. Aber nicht nur die Herstellung von Fastfood lässt schon darauf schließen, dass ein solches Essverhalten keinesfalls günstig für unsere Gesundheit ist. Nicht selten wird Fast Food "im Vorbeigehen" und im Stehen verzehrt, weswegen man weder auf sein Sättigungsgefühl achten, noch das Essen richtig genießen kann. Mit Fastfood hat ein Wandel in unserer Esskultur stattgefunden. Traditionelle Essensriten werden nicht mehr eingehalten, die Familie sitzt nicht mehr gemütlich am Essenstisch, Gespräche werden kaum mehr geführt.

Wesentliche Merkmale von Fast Food sind also die schnelle Zubereitung, der schnelle Verzehr der Nahrung, der meistens günstige Preis von Fastfood, die Zubereitungsarten Braten und Frittieren sowie das Essen im Stehen oder Gehen. Somit gibt es Fast Food nicht nur an Imbissen und in Gastronomieketten. Bei immer mehr Menschen kommt Fastfood auch Zuhause auf den Tisch. Ausreden sind meistens, dass man keine Zeit und Lust hat, etwas richtiges zu kochen und die Lebensmittelindustrie macht es uns auch wirklich sehr einfach. Kauft man beispielsweise fertigen Kartoffelbrei, welchen man nur noch in die Mikrowelle zugeben muss, zählt sogar dieses Gericht als Fastfood.

Mit welchen gesundheitlichen Folgen muss man rechnen?

Viele Menschen wissen zwar, dass Fast Food nicht gerade sehr gesund ist, welche gesundheitlichen Schäden es beim Menschen aber tatsächlich anrichten kann, wissen nur die wenigsten. Sich und seinem Körper zuliebe, sollte man sich die Zeit nehmen und sich ein klein wenig mit dem Thema Ernährung auseinander setzen.

Dass gerade Deutschland eine der dicksten Nationen in Europa ist, hat natürlich einen Grund. Immer mehr Menschen wissen nicht mehr, wie man alltägliche Gerichte in der Küche selbst kocht und ernähren sich von Fast Food. Der Tag wird mit einer Tasse Kaffee begonnen, auf dem Weg zur Arbeit isst man einen schnellen Imbiss, mittags bestellt man sich eine Pizza oder Nudeln und abends schiebt man eine Fuhre Pommes in die Fritteuse. Wer seinem Körper nicht alle lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe auf natürlichem Wege zukommen lässt, darf sich allerdings nicht darüber wundern, dass er mehr und mehr zunimmt und sich auch gesundheitliche Probleme einstellen.

Meistens geht die Ernährung über Fast Food mit einer unzureichenden Bewegung einher. Dank der Technik wird es uns aber wirklich einfach gemacht, uns nicht zu bewegen. Autos, öffentliche Verkehrsmittel, Rolltreppen, Fahrstühle und auch die Parkhäuser sorgen dafür, dass wir uns kaum noch bewegen. Dadurch bleiben nicht nur unsere Muskeln untrainiert und unsere Kondition fällt rapide ab, sondern wir nehmen in Kombination mit einer ungesunden Ernährung auch noch relativ schnell zu. Doch das Zunehmen an Gewicht ist sicherlich nur ein Aspekt, welchen die Ernährung von Fastfood mit sich bringt.

Charakteristisch für Fast Food ist, dass es viele Kalorien und Fett enthält und darüber hinaus unserem Körper noch ungesunde Kohlenhydrate in Massen liefert. Ernährt man sich nur wenige Male im Monat von Fast Food und gleicht dies wieder durch eine gesunde Ernährung aus, muss man wahrscheinlich mit keinerlei Konsequenzen rechnen. Wenn man Fast Food aber zu seinem Hauptnahrungsmittel erklärt, darf man sich nicht wundern, dass die Risiken, schwere Krankheiten zu bekommen, mit der Zeit mehr und mehr ansteigen. Dadurch, dass Fast Food in der Regel sehr viel Fett und nur wenig Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe enthält, kann der Körper nicht mehr so arbeiten, wie er es für gewöhnlich tut. An jedem Vorgang in unserem Körper sind verschiedene Bestandteile der Nahrung beteiligt. Die unterschiedlichen Vitamine beispielsweise sorgen für eine gut durchblutete Haut, den richtigen Transport von Blut, gesunde Nägel, gesunde Augen und noch viele weitere Vorgänge. Da Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien aber nicht in jedem Lebensmittel vorkommen, ist es wichtig, dass man sich abwechslungsreich ernährt. Die Begründung, man ernähre sich zwar nur von Fastfood, esse dafür aber jeden Tag einen Apfel, ist also hinfällig. Denn sicherlich sind in einem Apfel gesunde Vitamine, aber eben nicht alle, die der Körper benötigt.

Laut einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung wurde jetzt bestätigt, dass Fast Food bereits in jungen Jahren Kinder dick und krank machen kann. Erwiesen werden kann dies dadurch, dass Kinder, welche bereits in jungen Jahren Hamburger, Pommes & Co. essen, einen viel höherem BMI als andere Kinder haben. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass jemand, der sich nur mit Fastfood ernährt, krank ist, denn auch Übergewicht zählt zu den Krankheiten und zwar zu denen, die man nicht unterschätzten sollte. Neben dem Übergewicht sorgt Fastfood bei Kindern aber auch dafür, dass diese nicht mehr wissen, wie frisches Obst und Gemüse schmeckt. Die im Fast Food enthaltenen Geschmacksverstärker, Aromen und der viele Zucker macht das Geschmacksempfinden bereits bei Kindern taub.

Fast Food enthält kaum Ballaststoffe, die jedoch wichtig sind, damit unser Darm gut arbeiten kann und wir länger satt bleiben. Außerdem liegt bei allen Fast Food Gerichten ein hoher Glykämischer Index vor, was bedeutet, dass es beim Menschen zu einer starken Blutzuckererhöhung und damit auch schnell zu Heißhunger kommt. Ziemlich schnell fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab, es kommt zur Unterzuckerung und damit zu einem regelrechten Heißhunger. Insgesamt nimmt man durch Fastfood immer mehr Kalorien zu sich, als empfohlen wird. Ebenso ernährt man sich mit Fastfood viel ungesünder, isst kaum Obst, geschweige denn Gemüse.

Wer täglich Fastfood isst, muss mit allen gesundheitlichen Konsequenzen rechnen, die bei einer ungesunden Ernährung auftreten. Das Risiko, zuckerkrank zu werden und Übergewicht zu bekommen, ist sehr hoch. Oftmals leiden die Betroffenen auch an einer Bewegungsarmut, Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit und Gereiztheit. Außerdem steigt mit dem übermäßigen Konsum von Fast Food gleichzeitig das Risiko, Erkrankungen an der Leber, Beschwerden beim Kreislauf oder mit dem Herzen zu bekommen.

Wie viel Kalorien hat Fast Food?

Dass Fastfood ungesund ist und man sich Gerichte aus diesem Bereich nur ausnahmsweise gönnen sollte, haben wir bereits gehört. Aber wie sieht es denn mit den Kalorien von Fast Food aus? Und wie hoch ist eigentlich der Bedarf an Kalorien? Diesen Fragen möchten wir hier auf den Grund gehen.

Man geht davon aus, dass ein erwachsener Mensch täglich etwa 2.000 Kalorien benötigt, wobei dieser Wert je nach körperlicher Anstrengung variieren kann. Dabei unterscheidet man zwischen dem Grundumsatz und dem Gesamtumsatz. Der Grundumsatz ist derjenige Wert an Kalorien, den unser Körper benötigt, um alle lebensnotwendigen Funktionen aufrecht erhalten zu können. Da der Grundumsatz vom Körper immer gebraucht wird - auch dann, wenn wir den ganzen Tag im Bett liegen - sollte man diesen auf keinen Fall unterschreiten. Zu dieser Kalorienzahl kommt noch einmal ein Wert hinzu, der sich aus der körperlichen Betätigung ergibt. Demnach benötigt jemand, der in einem körperlich anstrengenden Beruf arbeitet, mehr Kalorien als ein Büroangestellter. Der Grundumsatz und dieser Wert, der Arbeitsumsatz, ergeben gemeinsam den Gesamtumsatz, welchen man jeden Tag an Kalorien aufnehmen sollte.

Zur Sicherheit sollte man sich seinen Gesamtumsatz errechnen lassen und kann diesen Wert dann mit dem vergleichen, den man an Kalorien täglich zu sich nimmt. Oftmals unterschätzt man nämlich die Kalorien, welche man mit Fast Food in seinen Körper aufnimmt. Dies liegt vor allem daran, dass man durch Fastfood in der Regel nicht so satt wird, wie durch eine normale Mahlzeit. Viele denken deswegen, dass ein Hamburger nicht viele Kalorien haben kann, denn schließlich macht er auch nicht lange satt. Aber dies ist ein Trugschluss.

Entscheidet man sich beim Fast Food für eine Pizza Salami, muss man damit rechnen, dass diese rund 900 Kalorien hat und man nach dieser einen Mahlzeit bereits die Hälfte seines Grundumsatzes gedeckt hat. Nicht viel besser sieht es mit einer großen Pizza a 500 g aus, diese kann nämlich bis zu 1.300 Kalorien, je nach Belag, enthalten. 150 g Pommes mit Mayo bringen es dagegen schon auf 600 Kalorien, sorgen aber für das schnelle Aufkommen einer Heißhungerattacke. Ein Döner hat etwa 665 Kalorien, ist beim Fastfood aber noch die gesündeste Variante und macht auch länger satt als andere Fast Food Gerichte. Wer einen Big Mäc verzehrt, führt seinem Körper rund 500 Kalorien zu, ein Cheeseburger hat etwa 330 Kalorien, eine Currywurst schlägt mit 410 Kalorien, viel Fett und ordentlich Zucker auf die Hüften.

Wenn man sich diese Werte ansieht, so wird man schnell feststellen, dass man durch eine relativ kleine Portion an Fastfood bereits seinen Grundumsatz gedeckt hat. Vitamine und Mineralstoffe, die der Körper benötigt, sind darin allerdings kaum enthalten. Allgemein nimmt man viel zu viel Fett auf, was dazu führen kann, dass der Cholesterinspiegel steigt, man Herz-Kreislauf-Probleme bekommt, die Arterien verstopfen und dass man Probleme mit dem Verdauungstrakt bekommt. Eine viel bessere Alternative zu einem Fast Food Hamburger wäre hingegen ein gesundes Vollkornbrötchen mit einer fettarmen Geflügelfrikadelle, etwas Senf, Gurken, Tomaten, Zwiebeln und Salat. Dieser kleine Snack macht einen nicht nur länger satt, sondern liefert einem darüber hinaus wichtiges Eiweiß, viele Mineralstoffe wie beispielsweise Magnesium, und gesundheitsfördernde Ballaststoffe.

Gesundes Fast Food

Jeder hat nur einen Körper und mit diesem muss er sein Leben lang auskommen. Deswegen sollte man dies bei jeder Mahlzeit, die man zu sich nimmt, bedenken. Schließlich möchte man sich auch in ein paar Jahren noch wohl in seinem Körper fühlen und nicht von etlichen Krankheiten heimgesucht werden.

Sehr viele Menschen, die sich von ungesundem Fastfood ernähren, haben die Ausrede, dass sie nicht viel Zeit zum Zubereiten und Kochen von Essen haben und deswegen lieber Fertigkost zu sich nehmen. Aber diese Ausrede gilt nicht mehr länger, denn schließlich findet man auch in einem kleinen Supermarkt sehr viele gesunde Alternativen zum schlechten Fast Food. Beispielsweise kann man sich rohes Gemüse in weniger als zehn Minuten schälen und klein schneiden und dazu einen frischen Jogurtdipp genießen. Der Zeitaufwand ist gleich null, man nimmt wenig Kalorien, dafür aber viele Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien auf.

Ebenso stellen Nüsse eine gute Alternative zu fettigem Essen dar. Da es sehr viele verschiedene Sorten gibt, wird man Sicherheit auch Nüsse finden, die einem schmecken. Wichtig ist aber, dass man die Nüsse im Supermarkt unverarbeitet kauft. Man sollte auf der Packung vor dem Kaufen genau nachsehen, ob die Nüsse nicht vielleicht geröstet wurden oder irgendwelche Zusätze enthalten. Wirft man einen Blick auf die Nährwerte von Nüssen, wird man vielleicht zunächst einen Schreck bekommen, denn immerhin haben Nüsse, je nach Sorte, an die 55 g Fett und 600 Kalorien. Allerdings handelt es sich hierbei um ungesättigtes, also gutes, Fett, welche viele Vorgänge in unserem Körper positiv unterstützt. Und auch Vitamine sind in Nüssen reichlich vorhanden. Solange man nicht 100 g Nüsse ist, kann man seinem Körper durch den Verzehr von Nüssen viel Gutes tun.

Auch gebackenes oder gebratenes Gemüse lässt sich spielend leicht zubereiten und ist viel gesünder als Fast Food. Zusammen mit ein paar Vollkornnudeln und fettarmem Putenfleisch hat man eine leckere, sättigende und vor allem gesunde Mahlzeit. Wer dennoch nicht auf Fastfood verzichten kann, der sollte nur kleine Portionen bestellen. Und auch im Supermarkt kann man auch innerhalb des Fastfoods noch die gesündesten Varianten wählen. Bei Pizza sollte man eine kleine nehmen, die mit fettarmem Schinken und Ananas belegt ist und aus Vollkornteig besteht. Zuhause kann man die Pizza vor dem Backen dann noch mit reichlich frischem Gemüse verfeinern. Pommes hingegen sollte man nicht mehr länger frittieren, sondern ohne Zugabe von Fett im Backofen zubereiten. Bratwurst kann man mittlerweile in fettarmen Varianten erhalten und sollte diese dann am besten grillen anstatt sie im Fett zu braten.

Mit ein wenig Disziplin und Aufklärung muss man nicht gänzlich auf Fastfood verzichten. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man seinem Körper mit Fast Food nichts Gutes tut und es eher die Ausnahme bleiben sollte. Denn schließlich gibt es so viele andere Gerichte, die der Körper braucht, um alle lebenswichtigen Vorgänge im Körper aufrecht erhalten zu können.

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